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Kontemplation:

 

(Betrachtung) Intuitives Schauen passiven Durchdrungensein von der Gegenwart Gottes in seinem Geist und von der Gegenwart Jesu Christ. Sie kann mit der Erfahrung der Leere und Nacht oder der Ekstase und Erleuchtung verbunden sein.

Kontemplation ist weniger eine bestimmte Gebetsweise oder Gebetsstufe, als vielmehr die Selbstmitteilung Gottes, die dem Menschen ohne eigenes Zutun zuteil wird, weshalb Johannes vom Kreuz rät, sie in liebendem „Aufmerken auf Gott“ aufzunehmen. In der Kontemplation werden dem Menschen das Licht (Weisheit) und die Wärme (Liebe) Gottes eingegossen. Sie läutert und erleuchtet ihn bzw. eint ihn mit Gott. Anfangs wird die Kontemplation als dunkel und schmerzlich erfahren, weil sie dem Menschen seine eigene Unlauterkeit vor Augen führt

------- Identifikation mit der Nacht.

Kontemplation ist eine frei geschenkte Selbstmitteilung Gottes, die dem Gebet der Ruhe bzw. der Gotteinung immer mehr zum schweigenden Empfänger werdenden Beter ohne sein eigenes Zutun auf je umfassendere und unmittelbare Weise zuteil wird. Sie ist nicht machbar, sondern reines Geschenk, auch wenn der Mensch sich für sie bereit machen kann, indem er sich auf das innere Gebet und die Nachfolge Christi im Alltag einlässt.

Für Teresa von Avila bleibt auch in der tiefsten Kontemplation die Du – Beziehung zu Christus bestehen; der beste Weg, um zur Kontemplation zu gelangen, ist die Pflege einer freundschaftlichen Beziehung zur „Menschheit Christi“, also zu Jesus von Nazaret, wie ihn die Evangelien schildern.

In der Kontemplation wird dem Beter ein intuitives Erahnen und Erspüren der Gegenwart Gottes oder Christi zuteil, die zugleich Liebe zu diesem geheimnisvollen, aber sehr realen Gegenüber weckt. In der Kontemplation werden dem Menschen Glaube, Hoffnung und Liebe vermittelt, mit denen er die Selbstmitteilung Gottes aufnehmen kann.

 

Kontemplation ist vor allem ein tiefes Erleben des Glauben, der es möglich macht, Gott in allem zu entdecken, seinen Willen im Alltag des Lebens zu suchen und Christus in allen Menschen zu sehen. Die Kontemplation geht vom Wirken des Hl. Geistes aus, wenn das Nachdenken über das Geheimnis zu Staunen und Gelassenheit, zu Beziehung und Erfahrung wird.